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CargoServ "auf Abwegen"

Streckensperren sind immer wieder Anlass dafür, dass die Züge von CargoServ ihren angestammten Laufweg verlassen und sich in ungewohntem Terrain bewegen. Einige Impressionen sind im folgenden Bildteil eingefangen.

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Ist die Pyhrnbahn zwischen Steyrling und Linz unterbrochen, dann nehmen die Kalksteinzüge ab Steyrling einen weiten Umweg über Selzthal und das Gesäuse, um an ihr Ziel in den Linzer Stahlwerken zu gelangen. Mehrstündige Verspätungen sind dadurch unvermeidbar.





Windet sich gar ein Erzzug ganz schamhaft am Stellwerk 19 an der Ausfahrt aus dem Linzer Verschiebebahnhof vorbei, dann ist sicher die Kronprinz Rudolfbahn irgendwo zwischen St. Valentin und Landl unterbrochen, also führt der Weg der Erzzüge über die "Pyhrn", Selzthal und das Gesäuse nach Eisenerz. Da auf dieser Route in Selzthal "gestürzt" werden muss und dies doch etwas umständlich ist, gehen meist gleich 2 leere Einheiten gemeinsam auf die Reise. Weil die einzelnen Zugteile in Eisenerz vor der Beladung sowieso getrennt werden und auch der Rücktransport der beladenen Einheiten in zwei Teilen erfolgt, ist daher schon bei der Abfahrt in Linz Richtung Eisenerz am Zugschluss des "Leergebindes" ein zweiter Kraftprotz im Einsatz.
Während der Rückfahrt erhalten die schweren Züge zwischen Selzthal und Spital am Pyhrn meist eine Schiebehilfe, wobei im Regelfall Loks der ÖBB zum Einsatz kommen.





Neben den Erzzügen "leidet" natürlich auch der Containerzug 61052 von St. Michael nach Enns unter einer Streckensperre der Kronprinz Rudolfbahn. Kann er seine "Planstrecke" durch das Gesäuse nicht benützen, dann verkehrt er ebenfalls auf der ohnehin wesentlich kürzeren Route über die "Pyhrn". Auf dieser Route ist der Zug in weiterer Folge sogar auf der Westbahn zwischen Linz und Enns ein "Highlight", denn planmäßig sieht man ihn in diesem Abschnitt ja nicht.




Ist dann gar die Tauernbahn unterbrochen, dann verkehren sogar die Coilzüge zwischen Linz und Cittadella über die "Pyhrn".




Bleiben noch die Kohlezüge: Im Falle einer Sperre der Summerauerbahn führt deren Weg von Ostrau in Tschechien eben über Hohenau und die Westbahn nach Linz. Und dann trifft man die Gespanne im Mastenwald der Hochleistungsstrecke zwischen Linz und St. Valentin oder aber auf der Nordbahn im Großraum Wien.





Last but not least gibt es noch eine Variante von "Abwegen", auf denen wir einen Hauch aus dem "Reich von CargoServ" verspüren können. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine rauhe reale Welt, sondern um eine künstlich geschaffene, in wohlbelüfteten Räumen aufgebaute Miniaturwelt. Vielfach ziehen dort die Zwergausgaben von CargoServ-Lokomotiven eines großen europäischen Modellbahnherstellers ihre Runden und erfreuen das Auge der Betrachter.