Die "LIKOs" auf der Summerauerbahn
Der Transport von gemahlener Steinkohle aus dem nordmährischen Kohlerevier rund um Ostrau gehört seit dem 04.04.2005 zu den Kernaufgaben von CargoServ. |
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Während sich der leere LIKO unaufhaltsam dem Grenzbahnhof Summerau nähert, tut sich auch auf tschechischer Seite einiges. Weilt man im stillen Grenzland rund um Deutsch Hörschlag, kann man schon von weitem das Dröhnen der schweren CD-Dieselloks der Rh 711 hören. Sie sind es, die meistens die voll beladenen LIKOs von Horni Dvoriste über die europäische Wasserscheide zwischen Moldau und Donau schleppen. |
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Kaum ist der leere LIKO aus Linz in Summerau zum Stillstand gekommen, geht die CargoServ-Schönheit schon vom Zug, die tschechische Kollegin, die zuvor einen vollen LIKO aus ihrer Heimat angeschleppt hat, schnappt sich das "Leergebinde" und bringt es postwendend zurück nach Horni Dvoriste, wo im Regelfall bereits ein Lok-Tandem, bestehend aus der CD-Reihe 240 - auch "Laminatka" genannt - wartet, um den Zug zur neuerlichen Beladung nach Mähren zu bringen.
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Die CargoServ-Lok ihrerseits fährt in der Zwischenzeit an den vollen LIKO. Sobald es das Signalbild am Ausfahrsignal von Summerau zulässt, legt sich die elegante Lok mächtig ins Zeug. Die Anhängelast ist nun doch etwas beachtlicher als vorher. Immerhin bringt so ein voll beladener LIKO an die 2.000 Tonnen auf die Waage. Auf diese Weise werden pro Jahr etwa 1.000.000 Tonnen Kohle von Mähren nach Linz befördert. |
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Der Fahrtwind wirbelt Kohlenstaub in die Luft und lässt das Herz so mancher Hausfrau, die gerade ihre Wäsche zum Trocknen in Garten aufgehängt hat, höher schlagen. Aber gut - Spaß muss auch sein! Seit dem 09.07.2008 ist es ohnehin vorbei mit dieser staubenden "Herrlichkeit", denn nach Anrainerprotesten hat CargoServ den Antrag gestellt, dass die Kohlezüge zumindest im Streckenabschnitt zwischen St.Georgen an der Gusen und Linz Stahlwerke nur mehr mit einer Höchstgeschwindigkeit von Vmax 60 km/h verkehren dürfen. Eine entsprechende Fahrplananordnung wurden seitens des Netzbetreibers unverzüglich erlassen! Derzeit werden auch die Eaos-Waggons nicht mehr gehäuft befüllt, so dass das ehemalige Problem nunmehr aus der Welt geschafft ist.
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