schlacke

Der Schlackeverkehr


Zum Ende der Bilderserie gilt es nun noch einen Aspekt zu behandeln, der mit dem Eisenbahnbetrieb unserer gelb-grauen Lokschönheiten eigentlich nichts zu tun hat, dennoch aber bei einer Reise durch "das Reich von CargoServ" nicht unerwähnt bleiben soll.
Betrachtet man nämlich das Betriebsgelände der Linzer Stahlwerke genauer, so fallen einem an der Mündung der Traun in die Donau sofort riesige Halden auf, auf denen Lastwagen immer wieder neues Material abkippen. Die Entstehungsgeschichte dieser Halden ist eine ganz einfache: Während des Produktionsvorganges der Eisenerzeugung entsteht aus Kohle, Kalk und Eisenerz natürlich Abfall, im Fachjargon als "Schlacke" oder "Hüttensand" bezeichnet.
Damit die Berge "nicht in den Himmel" wachsen, ist es angebracht, nach Abnehmern zu suchen und irgendwann findet sich dann auch ein Interessent für das Abfallprodukt. Außerhalb der Frostperiode nimmt vornehmlich ein bekannter Zementhersteller aus Lorüns bei Bludenz den Rohstoff ab. Der in diesem Zusammenhang erforderliche Transport wird natürlich auf den Bahn abgewickelt und erfolgt über die Strecke Linz - Rosenheim - Landeck-Zams und Bludenz.
Interessanterweise ist diese Transportsparte bisher nicht in Händen von CargoServ; die Verkehre waren vielmehr bis zum Herbst 2008 eine Domäne des EVU RTS Austria. Meist kamen dabei deren elegante hauseigene Loks zum Einsatz, doch manchmal konnten auch Leihgaben anderer EVUs gesichtet werden.





Eher selten wurde der Transport nicht auf der angegebenen Route durchgeführt, sondern erfolgte auf Strecken ohne Fahrdraht über Ried im Innkreis - Simbach - München - und Lindau nach Bludenz. Dann schlug das Fotografenherz höher, denn in so einem Fall kamen bereits ab Linz Dieselloks zum Einsatz.





Seit dem Frühjahr 2009 obliegen die Traktionsaufgaben dem EVU LTE. Ist keine eigene Lok vorhanden ist, kommen auch unter der neuen "Traktionsführerschaft" kurzerhand Loks anderer EVUs zum Einsatz.