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Die Spotverkehre

Manchmal gilt es auch, außerplanmäßige Gütertransporte zu organisieren. Dann ist es für Mutter Logserv an der Zeit, so genannte Spotverkehre zu bestellen und auch in diesem Transportsegment schafft CargoServ die notwendigen Voraussetzungen. Es kommen allerdings auch andere EVUs zum Traktionseinsatz, wie die folgenden Bilder beweisen.

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Im Rahmen eines solchen Spotverkehrs wurden im Zeitraum von November 2005 bis Mitte Jänner 2006 zwischen den Bahnhöfen Duisburg Hochfeld Nord und Linz Stahlwerke rund 66.000 Tonnen Kohle transportiert. Dies geschah in einer Kooperation zwischen Duisburg Rail, CTL und CargoServ. Wöchentlich wurden 6 Züge in Verkehr gesetzt.




Ein weiterer Spotverkehr folgte zwischen Juni und August 2008. Wegen fehlender Entladekapazitäten in Koper wurden 70.000 Tonnen Kohle aus Übersee in Rotterdam angelandet. Gemeinsam mit dem EVU CTL wurde die Transportmenge in 6 Zügen pro Woche von Rotterdam nach Linz Stahlwerke transportiert. Jeder dieser Züge bestand aus 27 Waggons der Type Eaos und brachte ein Nettogewicht von rund 1600 Tonnen auf die Schiene. Traktioniert wurden die Verkehre meist mit Loks des EVU LTE.





Ein besonders interessanter Spotverkehr wurde im Zeitraum zwischen Juni und September 2004 abgewickelt. In eigens dafür adaptierten Spezialwaggons der Type Uaai wurde flüssiges Roheisen von der Hütte Donawitz an den VOEST-Standort Linz transportiert, da dort wegen des Abtrages eines Hochofens nicht genügend Roheisen erzeugt werden konnte. Pro Woche wurden 1 bis 2 Züge geführt, meist über Selzthal und die Kronprinz Rudolfbahn, aber gelegentlich verirrte sich so ein Transport auch auf die Pyhrnbahn.




Seit dem 06.02.2007 führt LogServ im Verbund mit dem EVU OHE auch einen dispositiven Rapsölzug zwischen Passau Gbf. und dem Ennshafenbahnhof. Es ist eine Jahresmenge von rund 50.000 Tonnen geplant. Die Züge bestehen meist aus 18 Kesselwagen und bringen ein Gewicht von rund 1.600 Tonnen auf die Schiene. Traktioniert wurden die Züge u.a. von Loks des EVU LTH.




Daneben werden natürlich laufend weitere Spotverkehre in Bewegung gesetzt. Meist handelt es sich dabei um Holztransporte aus Deutschland zu den Papierfabriken in Österreich, aber auch im Zusammenhang mit der Zellstoffproduktion (48960 - 48961, 48962 - 48963 und 48964 - 48965 zwischen Brake bzw. Venlo und Amstetten) gibt es außerplanmäßige Verkehre. Anfangs wurden diese Züge meist von Loks aus dem Fundus von MRCE traktioniert; seit dem Frühjahr 2009 kann man bei diesem Spotverkehr Loks der Reihe E 186 beobachten.




Tritt der Fall ein, dass die Zulaufstrecken aus Tschechien unterbrochen sind oder führt gar eine Wirtschaftskrise, wie jene im Jahre 2009 dazu, dass in der Kokerei Linz zuviel Koks produziert wird, während in Donawitz rege Nachfrage nach diesem Produkt herrscht, dann hilft die Hütte Linz ihrer Schwester in Donawitz mit Koks aus. Die entsprechenden Spotverkehre wurden über die "Pyhrn" zugeführt; der Rückweg erfolgte entweder ebenfalls wieder über die "Pyhrn" oder aber über die Kronprinz Rudolfbahn bis St. Valentin und weiter über die Westbahn nach Linz Stahlwerke. Die dabei verwendeten Wagensätze wurden entweder aus 6-achsigen Faalns oder aber aus den verschiedenen Waggontypen des Steyrlinger Kalkschotterverkehrs gebildet.