Die Passauerbahn

Zu Gast an einer großen österreichischen Bahnmagistrale

Copyright: Heinrich Seitner


Die Passauerbahn ist die südliche Fortsetzung der Bahnstrecke Regensburg - Passau auf österreichischen Boden und stellt eine wesentliche Verbindung zwischen dem Bahnnetz der beiden Staaten her. Der gesamte Streckenabschnitt ist 81,2 km lang, weist eine Maximalsteigung von 8 auf und findet ihren höchsten Punkt bei einer Seehöhe von 380 m im Bf. Neumarkt-Kallham.
Der Spatenstich zur "Flügelbahn der Kaiserin Elisabeth Westbahn" zwischen Wels und Passau erfolgte am 06.08.1860. Bereits ein knappes Jahr später, nämlich am 31.07.1861, konnte der Verkehr auf der eingleisig ausgeführten Bahn aufgenommen werden. Im Jahre 1938 wurde dann der zweigleisige Ausbau abgeschlossen. Die Elektrifizierung erfolgte zwischen 1953 und 1955. Seit 1991 wird die Strecke sukzessive zu einer Hochleistungsstrecke ausgebaut.
Betrachtet man das Verkehrsaufkommen genauer, so ersieht man allein schon an der Vielzahl der Güterzüge (vornehmlich in Form von Containerzügen) die Bedeutung dieser Magistrale für den europäischen Warenaustausch. Neben dem Containerverkehr wird der gesamte Erz- und Kohleverkehr zwischen den deutschen Seehäfen zu den Linzer Stahlwerken auf diesem Netzabschnitt abgewickelt. Die europäische Bedeutung der Passauerbahn führt so ganz nebenbei auch dazu, dass sie sich in den letzten Jahren zu einer "Paradestrecke" für Lokomotiven privater EVUs entwickelt hat. Der internationale Personenverkehr wird durch 6 ICE-Paare im 2-Stundentakt (allerdings mit Halten nur in Wels Hbf. und Passau Hbf.) und 1 EN-Paar abgedeckt; dem regionalen Personenverkehr stehen eine Vielzahl von Eil- und Regionalzügen zur Verfügung. Insgesamt verkehren derzeit täglich rund 150 Züge auf der Passauerbahn; bis zum Jahr 2016 soll diese Zahl auf über 200 anwachsen, wobei der dann erreichte Ausbaustatus der Strecke sogar 250 Züge gestatten wird.

Abschließend darf ich meinen Fotofreunden Martin Radner und Raimund Wyhnal noch ganz herzlich für die unzähligen Informationen über die Verkehrszeiten einzelner Züge danken - ohne die Mithilfe der beiden wäre die Umsetzung dieses Bildberichtes nicht einmal ansatzweise möglich gewesen!