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Ich trage einen großen Namen

Der EC "Joze Plecnik" im Wandel der Zeit

von Martin Radner und Heinrich Seitner






ERINNERUNGEN AN EINE SCHÖNE ZEIT

Um dem "Joze Plecnik" eine entsprechende Würdigung zu erweisen, haben sich Martin und ich "fiktiv" in den Zug gesetzt und den schönsten Abschnitt seines Laufweges zwischen der tschechischen Staatsgrenze und Selzthal befahren; den gesamten Zuglauf bildlich zu bearbeiten, war uns sowohl technisch als auch finanziell unmöglich. Die Bilder sind übrigens nicht chronologisch, sondern nach Streckenkilometern je Fahrtrichtung geordnet. Da die Fertigstellung einer derartigen Bilderserie trotz "Co-Produktion" viele Monate in Anspruch nahm, finden sich abwechselnd die unterschiedlichsten Jahreszeiten, aber vielleicht macht gerade das den Reiz der Story aus.

Zwei herausragende Merkmale hatte das Zugpaar EC 100 - EC 101 während seiner Zeit auf der "Pyhrnroute": Die hohe Verspätungsanfälligkeit und (zumindest in verschiedenen Teilabschnitten) die chronisch schwache Besetzung.

Eine der Ursachen der Verspätungen war anfänglich zweifellos die Traktionierung des Zuges, die zunächst unter keinem guten Stern stand: Bis zum 10.12.2006 fand nämlich der Lokwechsel zwischen CD und ÖBB nicht wie fahrplanmäßig vorgesehen bereits in Budweis, sondern erst in Horni Dvoriste statt. Der Grund dafür war geradezu lächerlich: Getreu dem Motto "Aug um Aug, Zahn um Zahn", welchem in den jeweiligen Staats- und Bahnverwaltungen gefrönt wurde, erhielten die an sich unter böhmischem Fahrdraht durchaus einsatzfähigen Loks der Rh 1116 in Tschechien zunächst keine Zulassung, weil die österreichischen Behörden vice versa auch dem tschechischen Pendolino der Rh 680 die Zulassung verwehrten - alles natürlich untermauert mit irgendwelchen "Messergebnissen"! Man wäre fraglos ein Schelm, würde man denken, dass .....!
Dieser Umstand führte naturgemäß zu Verspätungen, denn der in Budweis für den Lokwechsel vorgesehene Zeitpolster verstrich ja ungenützt, während der Planhalt in Horni Dvoriste nur 3 Minuten dauerte. In dieser kurzen Zeit hätte selbst David Copperfield mit einem Lokwechsel seine liebe Not gehabt!



Um den "Joze Plecnik" in Fahrt zu bringen, bedurfte es zunächst einmal der Zuführung der passenden Lokomotive zum Lokwechselbahnhof. Die Wahl fiel von Anfang an - wie könnte es bei einem "Eurocity" anders sein - auf einen "Taurus" (Lokreihe 1016/1116) und erfolgte von Anfang an mit D 206.
(1116 222, D 206, 13.10.2006, Bodendorf)
Dann beginnt das Abenteuer "Joze Plecnik". Kaum hat der Zug österreichischen Boden unter den Schienen, legt er sich bereits in die spektakuläre Kurve von Deutsch Hörschlag. Es sollte bei weitem nicht die einzige auf seinem Laufweg durch unsere wunderschöne Heimat bleiben!
(1116 199, EC 101, 10.04.2007)
Einige Wochen später dann an gleicher Stelle eine ausgewachsene Sensation: Der "Joze Plecnik" hängt am Haken der schweren 771 103 der CD - ein Bild mit absolutem Seltenheitswert! Grund war die enorme Verspätung von D 206, welche zur Folge hatte, dass die für EC 101 vorgesehene 1116 an diesem Tage in Budweis nicht rechtzeitig zur Verfügung stand!
(771 103, EC 101, 25.05.2007)
Nahe Zulissen wird dann die Wasserscheide zwischen Moldau und Donau überwunden - ab hier geht's bergab bis Linz!
(1116 125, EC 101, 01.06.2007)
Wolkenlos, klar und bitterkalt gibt sich das Wetter am Morgen des "Ersttages", als der Zug in der verschneiten Landschaft nahe Zulissen unterwegs ist.
(1116, EC 101, 11.12.2005)
Noch einmal diese wundervolle Fotostelle, diesmal allerdings aus einer anderen Position. Außerdem ist es bedeutend wärmer!
(1116 237, EC 101, 13.07.2006)
Nur einen Steinwurf weiter dann der nächste "Summerau-Klassiker" - ein Unterkunftshaus für Bahnarbeiter in der Weite der Landschaft rund um Zulissen.
(1116 156, EC 101, 10.05.2007)
Zwei Kilometer danach windet sich das Gespann krächzend durch die letzte Kurve und fährt im Bf. Summerau ein.
(1116 116, EC 101, 20.05.2007)
An diesem wunderbaren Sonntag im Mai 2007 ist die Reise des "Joze Plecnik" hier zu Ende, denn weiter südlich werden Schienen getauscht. Am Vorplatz stehen moderne Reisebusse bereit; sie werden die Reisenden nach Linz bringen, wo ein Ersatzzug nach Laibach wartet.
(Summerau, 20.05.2007)
Die Lok umfährt noch schnell den tschechischen Wagensatz und zieht ihn ein Stück aus dem Bahnsteigbereich hinaus.
(1116 116, EC 101, 20.05.2007)
Dann beginnt eine lange Siesta, denn die Rückfahrt nach Prag wird erst in gut 7 Stunden erfolgen!
(1116 116, EC 100, 20.05.2007)
Summerau - mieses Wetter und die übliche Verspätung - die Stimmung ist am Nullpunkt - dementsprechend mürrisch auch die Gesichter der wenigen Fahrgäste! Nur Martin und ich sind trotz dieser widrigen Witterung bestens gelaunt, denn als "Insider" wissen wir natürlich, was uns auf den nächsten 150 Kilometern bis Selzthal erwarten wird.
(1116 167, EC 101, 04.12.2006)
Die Ausstattung der Abteile in der 2. Wagenklasse schaut etwas "schnodderig" aus, im Raucherbereich klappen manche Aschenbecher plötzlich auf, wenn man die Armlehne hochstellt, aber sonst wird europäischer Durchschnitt geboten.
Das Innendesign des Ampz73 zeigt hingegen frische Farben und lädt zum Verweilen ein.
Schnell zwei Fensterplätze gefunden - und dann geht's los - und das gleich mit der beeindruckenden Kurve bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Summerau.!
(1116 054, EC 101, 29.10.2007)
Kaum hat der Zug den Bahnhof verlassen, tauchen wir schon in flotter Fahrt in das stille Tal der Jaunitz ein.
(1116 108, EC 101, 31.08.2007)
Auf den nächsten Metern haben wir noch einmal einen schönen Blick auf die kleine Ortschaft Summerau, bevor unser Zug in den Bogen von Semmelhof einfährt.
(1116 149, EC 101, 26.05.2007)
Dort setzt der Eurocity, der heute ohne Apmz73 unterwegs ist, im Bogen von Semmelhof den nächsten Akzent.
(1116 228, EC 101, 21.11.2006)
Welch eine Symphonie - der alte Semmelhof und der tschechische Eurocity des 21. Jhdts! Der vierteilige Wagensatz ist zu diesem Zeitpunkt bereits Standard, denn mehr Kapazität braucht dieser Zug (leider) nicht.
(1116 214, EC 101, 13.04.2007)
Wenige Kilometer nach Semmelhof folgt der nächste Paukenschlag - die Durchfahrt durch den Waldburger Bogen.
(1116, EC 101, 21.09.2007)
Wahrlich - eine Fotostelle wie aus dem Bilderbuch!
(1116 222, EC 101, 21.02.2007)
Nach einem kurzen Halt im Bahnhof der sehenswerten Bezirkshauptstadt Freistadt führt unsere Reise durch die Galgenau - einem Landstrich von einzigartiger Schönheit - nach Lest.
(1116 149, EC 101, 10.02.2007)
Selbst in der trostlosen Stimmung eines schneearmen Winters vermag der elegante Zug zu begeistern.
(1116 213, EC 101; 29.11.2007)
Immer dem Flusslauf der Feldaist folgend - passieren wir in einer eleganten Kurve die Hst. Lasberg - St.Oswald und .......
(1116 257, EC 101, 08.04.2007)
...... nähern uns bei prachtvollem Frühlingswetter dem Marktflecken Kefermarkt, dessen Pfarrkirche einen weltberühmten gotischen Flügelaltar beherbergt - ein absolutes "Muss" für jeden Kunstliebhaber!.
(1116 253, EC 101, 14.04.2007)
Leider ist das wunderbare Ensemble der so genannten "Ledermühle" kurz nach Kefermarkt vom Zug aus kaum zu sehen, denn so unverhofft, wie es nach der Durchfahrt durch einen kleinen Geländeeinschnitt auftaucht, so schnell verschwindet es nach wenigen Sekunden wieder in der Weite der Landschaft.
(1116 222, EC 101, 14.03.2007)
Auf den nächsten Kilometern hat sich die Feldaist tief in das Granithochland eingeschnitten; die Summerauerbahn folgt dem Flusslauf und führt unweit der Hst. Selker an der alten Wintermühle vorbei.
(1116 095, EC 101, 16.06.2007)
Dann umfängt uns wieder Einsamkeit. Fast lautlos huscht unser Zug durch den tiefverschneiten Winterwald auf die junge Stadt Pregarten zu.
(1116 078, EC 101, 26.01.2007)
Wie es sich gehört, nimmt der "Joze Plezcnik" in der Stadt Pregarten einen kurzen Aufenthalt.
(1116 184, EC 101, 12.04.2007)
Nach diesem kurzen Zwischenhalt umrunden wir in luftiger Höhe die Ortschaft Wartberg ob der Aist.
(1116 131, EC 101, 11.04.2007)
In Schönreith ist es dann soweit - die große "Wartberger Schleife" liegt unmittelbar vor uns!
(1116 100, EC 101, 29.04.2007)
Die Zeiger der Uhr stehen bereits auf 10 Uhr 58, als wir die Hst. Schloss Haus passieren. In 8 Minuten sollten wir Linz erreichen, aber das ist natürlich reine Illusion, denn noch liegen ja rund 30 km Fahrstrecke vor uns. Dafür tragen Lok und Zug an diesem Tage wenigstens dieselbe Nummer!
(1116 101, EC 101, 17.01.2006)
Andere Perspektive, andere Lok und andere Jahreszeit, gleich geblieben sind nur die Örtlichkeit, der Zug und - seine Verspätung!
(1116 220, EC 101, 02.05.2007)
Kaum ist der Rechtsdrall der "Wartberger Schleife" zu Ende, beginnt kurz vor dem Einfahrsignal des Bf. Gaisbach-Wartberg schon der Linksdrall - nämlich die "Gaisbacher Schleife". Der Ort Wartberg ob der Aist, der in der Hst. Schloss Haus noch von der linken Zugseite aus zu sehen war, ist nun im Hintergrund über der Lokomotive, also von der rechten Zugseite aus erkennbar.
(1116 222, EC 101, 13.10.2006)
Die Sonne kriecht gerade hinter den Wolkenbänken hervor und versucht, das steif gefrorene Land zu erwärmen, als wir bei Frensdorf in den Gegenbogen der "Gaisbacher Schleife" einfahren.
(1116 236, EC 101, 02.02.2006)
Die "Gaisbacher Schleife" geht nahtlos in den "Bodendorfer Bogen" über. Rechts oberhalb des Zugschlusses sind noch jene Häuser von Gaisbach erkennbar, an denen unser Zug vor wenigen Minuten vorbeigehuscht ist! Als "Rarität" gibt's heute übrigens die "Mozart" vor dem "Joze Plecnik" zu bewundern!
(1116 250, EC 101, 11.05.2007)
Wer glaubt, der "Bodendorfer Bogen" wäre nun zu Ende, der irrt, denn unmittelbar nach dem letzten Standort wird der Radius schon wieder kleiner. In flotter Fahrt durch wunderbare Blumenwiesen nähern wir uns der Hst. Katsdorf.
(1116 009, EC 101, 13.07.2007)
Nach der Hst. Katsdorf führt die Summerauerbahn hoch über dem kleinen Ort hinein in das große "S" des Nöblinger Bogens.
(1116 242, EC 101, 26.06.2007, Nöbling)
Am Ende der anfänglichen Linkskurve verändert sich unsere Fahrtrichtung sogleich um fast 90° wieder nach rechts!
(1116 136, EC 101, 25.01.2006)
Doch heute ist das "Rote Kreuz" mit von der Partie und kann bei Schwindel gleich vor Ort helfend eingreifen.
(1116 264, EC 101, Nöblinger Bogen, 07.06.2007)
Am Ende des Nöblinger Bogens treffen wir noch einmal die "Mozart". Der "Multifunktionswagen" ist auchwieder irgendwie abhanden gekommen, also muss der Paradezug mit einem anderen Modell Vorlieb nehmen!
(1116 250, EC 101, 08.09.2007)
Kurz danach geht es an der Häusern der kleinen Ortschaft Standorf vorbei.
(1116 097, EC 101, 06.06.2007)
Gleich hinter Standorf verstellt uns plötzlich eine grüne Wand die Weiterfahrt.
(1116, EC 101, Standorf, 25.06.2007)
Trüb und unwirtlich ist das Wetter, als wir kurz danach in den Bf. Lungitz einfahren. Irgendwie "finster" ist es hier in dieser Gegend - kein Wunder, denn nun steht uns die Fahrt durch das enge, tief eingeschnittene Gusental bevor!
(1116 143, EC 101, 03.12.2006)
Kaum hat der Zug den Bf. Lungitz durchfahren, geht es schon hinein in die "grüne Hölle" des Gusentales. Speiübel könnte einem werden - bei den vielen Kurven entlang der Gusen.
(1116, EC 101, 03.07.2007, Lungitz)
Doch plötzlich zieht sich die bedrückende Enge zurück und die Sonne scheint wieder wohlgefällig herab, während wir auf einem hohen Damm an der Marktgemeinde St. Georgen an der Gusen vorüber rollen.
(1116 209, EC 101, 25.03.2007)
Es folgt noch einmal eine mächtige Kurve
(1116 239, EC 101, 06.06.2007)
Im weit außerhalb der Ortschaft gelegenen Bahnhof ist es dann geschafft - die Berge liegen hinter uns, der nun folgende Abschnitt des Zuglaufes führt durch das flache Donautal in die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz.
(1116 122, EC 101, 27.01.2006)
Jetzt können wir uns endlich im Speisewagen ein Mittagessen sowie ein tschechisches Bierchen gönnen, denn die Gefahr, dass der edle Gerstensaft in einer der vielen Kurven verschüttet wird, ist weitgehend gebannt.
Sehr angenehm fällt auf, dass es nirgendwo Plastik gibt. Die Sitze sind sauber und bequem und die Speisekarte bietet in 4 Sprachen die in Zügen übliche Auswahl. Das Essen ist schmackhaft, die Bedienung überaus freundlich, wenngleich der deutschen Sprache kaum mächtig - aber wir hätten ja auch Tschechisch lernen können!
In einem schneelosen Winter wirkt der Landstrich zwischen Pulgarn und Steyregg ziemlich trostlos, aber das tschechische EC-Design (und die stimulierende Wirkung des ..... - na ja - eh schon wissen!) bringen doch etwas Farbe ins Grau!
(1116 273, EC 101, 07.02.2007)
Kurz vor der oberösterreichischen Landeshauptstadt stellt sich dann noch die Donau dem Laufweg der Summerauerzüge entgegen, doch über einen mächtigen Stahlgiganten erreichen wir.....
(1116, EC 101, 30.03.2007)
....... trockenen Fußes das Linzer Ufer.
(1116 263, EC 101, 13.01.2007)
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, führt unser Weg vorbei am ausgedehnten Werksgelände der Linzer Stahlwerke zur Hst. Linz-Franckstraße.
(1116 049, EC 101, 17.05.2007)
Manchmal verbirgt sich freilich die herbe Schönheit der Linzer Industrielandschaft hinter einer dicken Nebelschicht, wie an diesem trostlosen Wintertag.
(1116 256, EC 101, 30.12.2006)
Über endlose Weichenstraßen schiebt sich unser Zug durch den dichten Mastenwald des neuen Linzer Hauptbahnhofes, bis er am Bahnsteig zum Stillstand kommt.
(1116 12, EC 101, 05.06.2007)


Eigentlich war in Linz Hbf. immer eine Umsteigemöglichkeit auf EC 162 Richtung Westösterreich und Schweiz vorgesehen, doch wegen der fast täglichen Verspätungen des "Joze Plecnik" wurde dieser Anschluss in den Anfangsmonaten oftmals nicht abgewartet. Die Situation hat sich erst gebessert, als der Lokwechsel - wie geplant - in Budweis durchgeführt werden konnte und sich dadurch die Verspätungen in Grenzen hielten. Ein umgekehrter Anschluss (von EC 162 auf EC 101 war gleich gar nicht eingeplant, denn die Abfahrtszeit des EC 101 Richtung Selzthal entsprach genau der Ankunftszeit des EC 162 aus Wien. Aber gut - wer sollte schon von Wien oder St. Pölten nach Kirchdorf oder gar nach Selzthal reisen wollen?


Wir schreiben das Jahr 2006: Schwere Schneestürme ziehen über Mitteleuropa; die Anzeigetafel in Linz Hbf. weist diesmal für EC 101 eine Verspätung von "mehr als 180 Minuten" aus! Von einem Anschluss mit EC 162 Richtung Schweiz sind wir meilenweit entfernt!
(1116 181, EC 101, 03.01.2006)
Wenn alles "normal" abläuft, dann verlässt EC 101 den Linzer Hauptbahnhof genau in dem Augenblick, in dem EC 162 "Transalpin" am Bahnsteig zum Stillstand kommt. Dass die beiden Qualitätszüge nicht am selben Bahnsteig halten, mag der Reisende unter der Last seines Gepäcks dann bewerten, wie er will.
(1116 086, EC 101, 1116 126, EC 162, 28.05.2007)
Um den Betrieb auf der Westbahn nicht übergebührlich zu stören, verschwinden wir zunächst in der Überwerfung Gaumberg und setzen unsere Fahrt auf den nächsten 800 Metern unterirdisch fort.
(1116 086, EC 101, 28.05.2007)
Sofort nach der letzten Weiche des Linzer Hauptbahnhofes wendet sich der "Joze Plecnik" nach Süden und passiert die Hst. Linz-Oed. Direkt über dem Apmz73 ist das Linzer Wahrzeichen - die Kirche am Pöstlingberg - noch deutlich erkennbar.
(1116 202, EC 101, 22.05.2007)
Als nächstes durchfahren wir den Bf. Linz-Wegscheid am südlichen Stadtrand von Linz.
(1116 179, EC 101, 15.07.2007)
Nachdem wir das riesige Gewerbegebiet im Süden von Linz ebenfalls hinter uns gebracht haben, quält sich der Zug durch die enorm überhöhte Ausfahrt des Bf. Traun.
(1116 030, EC 101, 20.01.2007)
Die Kurve von Traun will keine Ende nehmen, doch irgendwann ist es soweit und unser Zug überquert ...
(1116 201, EC 101, 11.06.2007)
... auf einer mächtige Brücke den gleichnamigen Fluss.
(1116, EC 101, Traunbrücke, 02.04.2006)
Ab Nettingsdorf führt die "Pyhrn" hinein in das liebliche Kremstal. Doch zunächst zieht noch der etwas unangenehme Geruch der großen Papierfabrik durch die Schächte der Klimaanlage und belästigt unsere Nasen.
(1116 253, EC 101, 25.01.2007)
Selbst im relativ dicht besiedelten Kremstal finden sich immer wieder weitgehend unberührte Landstriche, wie hier bei Nöstlbach - St.Marien.
(1116 220, EC 101, 02.05.2007)
"Es grünt so grün, wenn unsere Bäume blühn!" - Eindrucksvoller als dieses geniale Bild von Martin - aufgenommen kurz hinter Kematen an der Krems - kann man eine Reise durch den "Kremstaler Frühling" nicht beschreiben!
(1116 102, EC 101, 09.04.2007)
Copyright: Martin Radner
Vor dem Einfahrsignal des Bf. Rohr-Bad Hall verlangsamt der Zug plötzlich seine Geschwindigkeit; man könnte vermuten, er würde anhalten und einigen Kurgästen des nahen Kurortes Bad Hall das Ein- bzw. Aussteigen ermöglichen, doch weit gefehlt: Es steht nur eine Zugkreuzung auf dem Programm. Die Kurgäste von heute reisen mit dem Auto ins Heilbad und tschechische Gäste kuren sowieso eher in Karlsbad oder Marienbad als in Bad Hall!
(1116, EC 101, 10.04.2006)
Wenigen Minuten später taucht an der rechten Seite das weltberühmte Stift Kremsmünster auf. Welch ein Ausblick auf eine der Wiegen unserer abendländischen Kultur!
(1116 258, EC 101, 23.03.2007)
In flotter Fahrt passieren wir den Bereich der 1995 aufgelassenen Hst. Ried-Diepersdorf - wir sind im Herzen des lieblichen Kremstales angelangt!
(1116 247, EC 101, 12.03.2007)
Nahe Auern kurz hinter Wartberg ist dann wieder "Frühling pur" an der "Pyhrn" angesagt.
(1116 253, EC 101, 28.04.2007)
Über Nußbach und Sautern erreichen wir Schlierbach. Wehmut überkommt uns, denn der Bahnhof ist wenige Wochen nach unserem Besuch Geschichte geworden. Neue Zeiten verlangen eine neue Strecke und die verläuft - gut versteckt hinter Lärmschutzwänden - weiter westlich schnurgerade durch das bisher unberührte Kremstal.
(1116 078, EC 101, 04.05.2007)
Gleich nach dem Bahnhof folgt der gewaltige "Schlierbacher Bogen". Aus dem Fenster an der linken Zugseite kann man einen Blick auf das berühmte Zisterzienserstift werfen. Auch diesen wunderbaren Streckenabschnitt gibt es nach der Inbetriebnahme der "Umfahrung Schlierbach" nicht mehr - ein wahrlich herber Verlust für die "Pyhrn"!
(1116 281, EC 101, 27.12.2006)
Heute gibt es "als Ersatz" für diese wunderbare Fotostelle einen himmelhohen Damm mit Mastenwald und modernster Signalisierung. Also - nichts wie weg von hier!
(1116 242, EC 101, 17.09.2007)
In Obermicheldorf dann einmal eine kleine Abwechslung: EC 101, bestehend aus der ROCO-Lok 1016 011 und einem österreichischen Wagensatz! Banaler Grund - die Summerauerbahn ist wegen einer Gleisneulage gesperrt, daher konnte der tschechische Wagensatz nicht nach Linz gelangen! (Siehe weiter oben in dieser Reportage!)
(1016 011, EC 101, 19.05.2007)
Bei traumhaft schönem Frühlingswetter ist es in den schönen Kurven von Schön besonders schön. Dass die Haltestelle Schön im Jahre 2005 aufgelassen wurde, stört kaum - das schöne alte Aufnahmsgebäude steht ja noch!
(1116 213, EC 101, 05.02.2007)
Ganz langsam rollt der "Joze Plecnik" in einer engen Kurve durch den Bf. Klaus. Jetzt wird es gleich spannend, denn hinter Klaus beginnt der wohl imposanteste Abschnitt des gesamten Zuglaufes in Oberösterreich. Also - schnell noch ein zweites Bierchen bestellen - und dann einfach genießen!
(1116, EC 101, 13.06.2006)
Oberhalb des Schlosstunnels hoch über dem Talboden thront Schloss Klaus, wo alljährlich der bekannte "Musiksommer" abgehalten wird.
(1116 167, EC 101, 01.08.2007)
Nach dem Fliedertunnel, der Überquerung des Steyrlingviaduktes und der Durchfahrt durch den Bf. Steyrling heißt es die Luft anhalten, denn ......
(1116 046, EC 101, 12.05.2006)
..... es folgt ein weiterer Paukenschlag - die 195 m lange Brücke über die Steyr. Fast 50 m trennen den "Joze Plecnik" vom Wasserspiegel der Steyr, die sich hier noch immer mehr als "Klausersee" denn als Fluss präsentiert.
(1116, EC 101, 15.03.2007)
Nach der 1. Teichlbrücke, dem Bf. Hinterstoder und der Querung des tiefen Krenngrabens erreichen wir die kleine Ebene von St. Pankraz.
(1116 096, EC 101, 05.03.2007)
Copyright: Martin Radner
Eine schöne Lok vor einem schönen Zug - wenn schon kaum Zugreisende, dann wenigstens eine ansprechende Bespannung - so soll es sein!
(1116 246, EC 101, 25.02.2006, St. Pankraz)
Copyright: Martin Radner
Bei Traumwetter nähern wir uns nach der Überfahrt über die 2. Teichlbrücke der Betriebsausweiche Pießling-Vorderstoder.
(1116 230, EC 101, 06.03.2007)
Obwohl laut Kalender immer noch der Winter das Regiment führt, treibt es uns die Schweißperlen auf die Stirn, als wir hinter Pießling am Westhang des Radingberges entlang schleichen, denn die Sonne brennt schon unbarmherzig herab.
(1116 093, EC 101, 05.03.2007)
Aber das sollte sich ändern - so schnell gibt sich der österreichische Winter nicht geschlagen! Wenige Tage später liegt in Roßleithen im schönen Garstner Becken plötzlich Schnee und es ist bitterkalt - nur weiter oben wärmt die Sonne! (Darf man eine "Fotowolke" auf diese Art und Weise umschreiben?)
(1116 280, EC 101, 26.03.2007)
In einem weiten Bogen umrunden wir nun den bekannten und beliebten Fremdenverkehrsort Windischgarsten.
(1116 209, EC 101, 15.01.2007)
Leider lässt der Eurocity auch in dieser Idylle nicht mit sich reden - und fährt durch! Allerdings ist es wenige Meter danach mit der schönen Aussicht aus dem Zugfenster sowieso vorbei, denn unser Gespann verschwindet im 454 m langen Schacherbauertunnel.
(1116 185, EC 101, 17.10.2007)
Nach dem Schacherbauertunnel folgt die Passage durch das Edlbacher Moor. Unsere golfspielenden Artgenossen haben derzeit noch keine Chance, am großen Edlbacher Golfplatz ein Loch zu finden. Dafür steht auch niemand störend im Bild herum, als Martin dem Zug "auflauert"!.
(1116 217, EC 101, 07.04.2006, Edlbach)
Copyright: Martin Radner
Nun folgt ein "Bilderbuchabschnitt" der "Pyhrn", deren Schienen uns auf ihrem frisch sanierten Schotterbett Richtung Spital am Pyhrn führen.
(1116 167, EC 101, 01.08.2007)
Berge, Wälder, Seen, grandiose Kurven - alles hat uns unsere Reise mit dem "Joze Plecnik" bisher schon geboten, doch gleich hinter dem Einfahrsignal von Spital am Pyhrn gibt's jetzt alles auf einmal - sozusagen im "Multipack"!
(1116 071, EC 101, 07.08.2007)
Gleich danach rollt unser Zug über die Einfahrweichen des Bf. Spital am Pyhrn. Noch immer bildet das 2.000 m hohe Sengsengebirge des Nationalparks "Kalkalpen" die malerischen Hintergrundkulisse.
(1116 256, EC 101, 30.12.2007)
Copyright: Martin Radner
Südlich von Spital folgt dann noch einmal eine der unzähligen Paradefotostellen an der wunderbaren "Pyhrn".
(1116 173, EC 101, 13.03.2007)
Copyright: Martin Radner
Plötzlich wird's finster: Ab dem Kilometerstein 91,9 ist es mit der Aussicht abrupt vorbei, denn die gewaltige Felsformation des Bosruck verschluckt uns mitsamt dem "Joze Plecnik". Etwa in der Mitte des Tunnels werden wir dann unser Heimatland Oberösterreich auch "vermessungstechnisch" verlassen.
Erst nach 4,76 km absoluter Dunkelheit gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels, .....
..... wir passieren das Südportal des Bosrucktunnels und biegen in das wunderschöne steirische Ennstal ein.
(1116 214, EC 101, 13.03.2007)
Copyright: Martin Radner
Erste Betriebsstelle in der "grünen Mark" ist Ardning. In diesem schmucken Bahnhof findet planmäßig die Kreuzung mit dem nach Linz fahrenden R 3956 statt.
(1116 049, EC 101, 25.04.2006)
Dunkle Wolken in den Bergen, gleißendes Sonnenlicht im Tal und plötzlich verlangsamt der Lokführer merklich die Geschwindigkeit - steht etwa der Weltuntergang ins Haus? - Nein, es ist nur der Eisenbahnknoten Selzthal!
(1116 200, EC 101, 21.01.2006)
Copyright: Martin Radner


In Selzthal, einer Hochburg der Eisenbahnergewerkschaft, nicht zu halten, wie es bei EC 100 - EC 101 anfänglich vorgesehen war, kam einem Sakrileg gleich und wurde von Anfang an von allen Zuständigen und Unzuständigen heftigst bekämpft. Schließlich konnte nicht sein, was nie sein durfte - und in Selzthal durfte noch nie ein Zug durchfahren! Folglich wurde ab dem 06.03.2006 still und leise ein Planhalt eingeführt - mehr oder weniger sinnlos, aber das ist bei diesem Zug auch schon egal!



Auch Martin und ich stiegen aus; wir waren aber die einzigen Reisenden, denen der Sinn nach Selzthal steht. Eingestiegen ist sowieso niemand, nur am Führerstand der Lok wechselte das Personal.
(1116 070, EC 101, 09.05.2007)
Nach diesem "Pflichthalt" setzt der "Joze Plecnik" seine Fahrt unverdrossen Richtung Süden fort.
(1116 078, EC 101, 29.05.2007)


Auch unser Aufenthalt in der Eisenbahnerhochburg Selzthal war nur von kurzer Dauer, denn zu sehen gab es eigentlich nichts außer einem Bahnhof, der - gut versteckt in einem riesigen Mastenwald - sein Dasein fristet. Aber der "Gegenzug" EC 100 ließ ohnehin nicht lange auf sich warten und mit ihm traten wir wieder die Rückreise an die tschechische Grenze an.



Die Rückreise findet zunächst bei "Theaterbeleuchtung" statt: Nach der Durchfahrt durch den Bosruck schweift der Blick hinauf zum Bergmassiv des Pyhrgas.
(1116 106, EC 100, 27.09.2007)
Während es im Tal bereits grünt und blüht, hat hoch oben im Holzerkar zwischen dem großen und dem kleinen Pyhrgas König Winter das Zepter noch fest in der Hand.
(1116, EC 100, 16.04.2007)
Selbst aus luftiger Höhe macht unser Zug eine gute Figur, als er nahe Edlbach Richtung Schacherbauertunnel und Windischgarsten huscht!
(1116, EC 100, 16.04.2007)
Zur Personenbeförderung wird das Zugpaar EC 100 - EC 101 allzu oft ja eher mäßig in Anspruch genommen, doch dafür erweist sich dieser Zug gelegentlich im "Frachtverkehr" als durchaus nützlich, so etwa dann, wenn neue Schlafwagen aus einem slowenischen Waggonwerk in ihre zukünftige tschechische Heimat zu überstellen sind.
(1116 265, EC 100, 13.03.2007, Windischgarsten)
Copyright: Martin Radner
Ungemein schön ist es hier im Becken von Windischgarsten, wenn im noch jungen Jahr der Duft der frischen Blüten über dem Tal liegt.
(1116 159, EC 100, 28.04.2007)
Roßleithen - das "Tor" ins Garstner Becken - sicher eine der eindrucksvollsten Stellen entlang der "Pyhrn" - besonders dann, wenn die gewaltigen Felszinnen des Pyhrgas ihr Spiel mit den Wolken treiben.
(1116 178, EC 100, 07.03.2007)
Hinterstoder ist der bekannteste Wintersportort Oberösterreichs und Austragungsstätte von Weltcup-Schirennen - doch der "Joze Plecnik" hält hier nicht an. Aussteigen könnte ja nur, wer vorher drinnen sitzt - und das tut (leider) fast niemand!
(1116 256, EC 100, 18.03.2006)
Copyright: Martin Radner
Kurz nach dem Hungerbichltunnel bei Klaus präsentiert sich der "Joze Plecnik" an dieser prachtvollen Fotostelle, bevor es wieder in die schönen Kurven von Schön geht.
(1116 240, EC 100, 01.08.2007, Schön)
Da der "Schlierbacher Bogen" - wie bereits bei der Hinfahrt gesehen - leider schon "Geschichte" ist und die alten Gleise bereits abgetragen wurden, passieren wir den Ort auf der Neubaustrecke.
(1116 106, EC 100, 27.09.2007, Sautern)
Der Bahnhof Wartberg an der Krems wurde in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut und ist heute ein wichtiger Kreuzungsbahnhof auf der noch über weite Strecken eingleisigen "Pyhrn".
(1116 031, EC 100, 25.04.2006)
In flotter Fahrt geht's es entlang der Krems Richtung Linz.
(1116, EC 100, 24.09.2007, Diepersdorf)
Auf Höhe der ehemaligen Haltestelle "Neukematen" zeigt sich der Zug noch einmal in der letzten Abendsonne.
(1116 043, EC 100, 17.10.2007, Hilperding)
Kurz vor Nettingsdorf erlaubt dann ein erhöhter Fotostandort einen etwas genaueren Blick auf die Fracht, die man dem "Joze Plecnik" an diesem Tage beigegeben hat.
(1116 265, EC 100, 13.03.2007, Nettingsdorf)
Und auch die Traunbrücke steht uns bei der Rückfahrt wieder zu Diensten.
(1116, EC 100, 06.04.2006, Ansfelden)
Diese Komposition kennen wir bereits aus dem Nöblinger Bogen: Der Transport einer Reisegruppe verlangt nach Verstärkungswaggons - und dafür ist der Bahn das beste Material gerade gut genug!
(1116 264, EC 100, 10.06.207, Steyregg)
Ein bisschen Werbung muss sein - in Österreich wie in Tschechien. Schöne Loks sollten ja auch einmal verkauft werden!
(1116 034, EC 100, 29.06.2008, Bodendorf)
So sieht er also aus im nördlichen Teil von Oberösterreich - besser bekannt unter dem Namen "Mühlviertel". Hügel, Täler, liebliche Formen und (nicht sichtbar, weil hinter der Kamera!) freundliche Menschen!
(1116 216, EC 100, 17.06.2006, Doberhagen)
Klare Luft liegt über dem Hochland, blühende Rapsfelder und das Design des Zuges sorgen für eine unnachahmliche Farbenpracht.
(1116 154, EC 100, 02.05.2007, Lest)
In den weitläufigen Wäldern rund um Zulissen quert der "Joze Plecnik" die Trasse der ehemaligen Pferdeeisenbahn von Gmunden nach Budweis, um sich gleich danach auf einem kurzen Damm ein letztes Mal in der Abendsonne zu präsentieren. Nach wenigen Kilometern wird er wieder in seiner tschechischen Heimat ankommen.
(1116 099, EC 100, 30.07.2007, Zulissen)


Mit diesem Bild hätten wir unsere "fiktive" Reise mit dem "Joze Plecnik" eigentlich beenden können, wäre da nicht von Zeit zu Zeit ein "Ausnahmezustand" im Alltag des Zuges eingetreten, der selbstverständlich auch seinen Platz in dieser Dokumentation finden sollte: Zwischen Linz und Selzthal gab es nämlich bei einer Fahrt mit dem "Joze Plecnik" immer 2 Möglichkeiten: Einmal - wie gebucht und gezeigt - über die "Pyhrn" oder - unfreiwillig - über St. Valentin und die wunderbare Kronprinz Rudolfbahn entlang der Enns und durch das Gesäuse. Letztere Variante griff immer dann Platz, wenn ausreichend Geld vorhanden war und den Bahnverantwortlichen der Sinn nach Bauarbeiten an der "Pyhrn" stand! Natürlich bedeutete Variante 2 eine Verspätung von rund 80 Minuten, denn die Strecke ist bedeutend kurvenreicher als die "Pyhrn", vor allem aber wesentlich länger. Aber das durfte man nicht so eng sehen - immerhin bekam man fürs gleiche Geld eine wesentlich längere und ungemein schöne Bahnreise geboten, die einen absoluten Augenschmaus bereitete. Einige Impressionen von dieser Umleitung können natürlich auch wir ins Haus liefern:



Zunächst geht es ab Linz einmal durch die grauen Vororte bis zum früheren Bf. Kleinmünchen.
(1116 101, EC 101, 08.08.2007)
Ab Kleinmünchen führt der Weg des umgeleiteten "Joze Plecnik" auf der neuen Westbahn - Hochleistungsstrecke bis St. Valentin.
(1116 148, EC 101, 28.08.2007, Überwerfung Ebelsberg)
Wenn Fortuna gnädig gestimmt ist, tritt während so einer "Ausnahmesituation" sogar der überaus seltene Fall ein, dass der "Joze Plecnik" von einer Lok der Reihe 1044/1144 gezogen wird. Im Bf. Enns würde er allerdings heute auch kaum mehr vorbeikommen, denn EC-Züge benützen in diesem Abschnitt - wie bereits dargelegt - die neue Hochleistungsstrecke.
(1144 217, EC 101, 07.10.2006, Enns)
Ab St. Valentin wird die Fahrt auf der Kronprinz Rudolfbahn fortgesetzt. Der "Joze Plecnik" wird nun bis Selzthal immer dem Lauf der Enns folgen.
(1116 097, EC 101, 02.09.2007, Loderleiten)
Meist aber ist natürlich ein "Ochs" (vulgo "Taurus") vor dem Zug zu finden. Andere Lokomotiven scheint es ja in Österreich kaum mehr zu geben!
(1116 225, EC 101, 25.03.2007, Dorf an der Enns)
Wann immer der "Joze Plecnik" über die Kronprinz Rudolfbahn umgeleitet wird, steigen sich jedenfalls die Eisenbahnfotografen an der fotogenen Trattenbachbrücke auf die Füße!
(1116 047, EC 101, 02.06.2007, Trattenbach)
Immer hart am Ufer der Enns führt der "Um"-Weg den Eurocity Richtung Süden.
(1116 048, EC 101, 26.08.2007, Kleinreifling)
Im Normalfall kommt der "Joze Plecnik" auch auf der Kronprinz Rudolfbahn recht flott voran. Wegen des Umleitungsverkehrs sind an diesem Tage sogar beide Stellwerke des Bf. Gesäuse Eingang besetzt.
(1116 132, EC 101, 04.06.2007, Zugkreuzung mit 1044 068 und Gz 58170)
In solchen außerplanmäßigen Betriebssituationen ist es allerdings mit der bevorzugten Behandlung des "Gastes" schnell vorbei. In wenigen Augenblicken wird der Zug bei der abendlichen Rückfahrt nach Tschechien vor dem Ausfahrsignal des Bf. Großraming zum Stillstand kommen, denn es steht eine Kreuzung mit REX 3633 auf dem Programm.
(1116 146, EC 100, 04.06.2007)
Ein weiteres "Highlight" im Streckenverlauf der Kronprinz Rudolfbahn passiert der "Joze Plecnik" kurz hinter Großraming auf seiner Fahrt Richtung Reichraming.
(1116 146, EC 100, 04.06.2007)
Während der Umleitungsfahrten über die Kronprinz Rudolfbahn bekommt man immer wieder Bilder mit Seltenheitswert vermittelt, denn normalerweise ist das Warten auf eine CD-Garnitur im Bf. Linz-Kleinmünchen vergeblich.
(1116 053, EC 100, 03.06.2007, Linz-Kleinmünchen)
Nur wenige Augenblicke währt die Freude des Fotografen, dann verschwindet der seltene Gast um die Kurve Richtung Linz Hbf.
(1116 053, EC 100, 03.06.2007, Linz-Kleinmünchen)