Hallwang - Elixhausen

Bahn-km: 305,538      Seehöhe: 494 m

Copyright: Martin Radner und Heinrich Seitner



Die Gegend rund um Hallwang ist schon seit der Jungsteinzeit besiedelt. Bereits um 1.000 taucht auch der Ortsname erstmals urkundlich auf. 1860 erreicht die "West" den Ort, wobei gleich 2 Bahnhalte auf dem Gemeindegebiet errichtet werden, nämlich der Bf. Hallwang-Elixhausen und die Hst. Maria Plain, die später in Hst. Salzburg-Kasern umbenannt wurde.
Dereinst ein Bahnhof in der Einöde hat sich in den letzten Jahren auch hier im Nahbereich der "West" ein ansehnliches Siedlungsgebiet entwickelt. Die rund 4.000 Einwohner sind also bahnmäßig bestens versorgt. Man kann zumindest für die Bahnzukunft in diesem Bereich Hoffnung hegen, allerdings ist Vorsicht angebracht, denn die namensgebenden Orte liegen in jedem Fall relativ weit weg vom Haltepunkt.



Der Bahnhof macht einen gepflegten Eindruck, ist noch immer mit einem Fahrdienstleiter besetzt und weist sogar eine gewisse kommerzielle Nutzung vor. Der sympathische Ort Hallwang ist dem Bahnreisenden eher kein Begriff (der Ort ist ca. 1 km vom Bahnhof entfernt), wohl aber dem Benützer der A1, denn der Turm der schönen Pfarrkirche ist unmittelbar nach der Raststätte Kasern von der Autobahn aus gut zu sehen, wenn man Richtung Wien fährt.

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Legionen von Eisenbahnfotografen haben dem Bahnhof schon einen Besuch abgestattet, denn unmittelbar daneben ist die wohl meistgenutzte Fotostelle an der "West" im Bereich des Salzburger Flachgaues situiert.

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Anhalten tut nur der Regionalverkehr, alles andere braust durch, manchmal freilich auch nur im Schneckentempo am "Hausgleis", wenn an der Strecke eine technische Störung zu beheben ist.

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Vorbei an einem, schon etwas altersschwachen Gittermast verlassen wir den Bahnhof und tauchen wieder in das Fischachtal ein, dem wir nun schon seit der Hst. Eugendorf folgen. Richtung Salzburg offenbart sich dem Betrachter bald sehr eindrücklich, welch gigantische Eingriffe in die Natur der moderne Bahnbau erfordert. Das Szenario ist nicht schön, nicht idyllisch, aber interessant - und es räumt mit der Mär auf, Bahnbau wäre umweltschonend zu betreiben! Trotz aller Ausbaumaßnahmen reiht sich in weiterer Folge Kurve an Kurve, aber die Topografie lässt keine andere Wahl. Große Geschwindigkeiten bleiben auch in diesem Streckenabschnitt eine Illusion.
Der Untergrund ist überdies labil, denn wir befinden uns in der Flyschzone, deren Konsistenz aus verschiedenen Sand- und Tonsteinen sowie Mergelschichten besteht und zu Hangrutschungen neigt. Im Bereich zwischen Bahn-km 306,600 und 307,200 wurde eine Flyschbank angeschnitten. Der Fahrweg muss durch eine mächtige Stützmauer, an deren Felsankern in bestimmten Abständen immer wieder Messvorrichtungen montiert sind, aufwändig gesichert werden, aber bei diesen geologischen Verhältnissen ist größte Vorsicht unverzichtbar.

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Am Ende dieses imposanten Streckenabschnittes verabschiedet sich die "West" von der Fischach. Nach einem weiteren Geländeeinschnitt öffnet sich im Bereich der Überleitstelle Hallwang 2 plötzlich die Sicht auf das riesige Gewerbegebiet von Kasern/Lengfelden und die herrliche Wallfahrtskirche von Maria Plain. Gleich danach verschwinden die Züge der "West" hinter meterhohen Lärmschutzwänden.

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