Linz

Bahn-km: 188,440      Seehöhe: 268 m
Copyright: Martin Radner und Heinrich Seitner



Die Landeshauptstadt von Oberösterreich ist Heimat von rund 195.000 Einwohnern und damit die drittgrößte Stadt Österreichs.

  • Die Siedlungsgeschichte von Linz beginnt bereits 400 v.Chr., als keltische Siedler im Bereich des Freinberges erste Befestigungsanlagen schufen.

  • Ab 166 n. Chr. errichten die Römer zur Verteidigung ihres Hoheitsgebietes das Kastell "Lentos".

  • 799 taucht erstmals der Name "Linze" auf.

  • Seit 1240 besitzt Linz das Stadtrecht.

  • Im 13. Jhdt. verleiht Ottokar von Böhmen eine ganze Reihe von Sonderrechten und entwickelt Linz zur Stadt.

  • Von 1489 bis 1493 ist Linz Residenzstadt für Kaiser Friedrich III.

  • 1497 erhält Linz als einzige Stadt zwischen Passau und Wien eine Brücke über die Donau.

  • 1500 wird Linz Hauptstadt der Region "Österreich ob der Enns".

  • 1627 kam es zur Gründung der Wollzeugfabrik; das Ereignis stellt wohl die Geburtsstunde der Industriestadt Linz dar. Der endgültige Durchbruch zur Industriestadt erfolgte 1938 durch die Grundsteinlegung zum Bau der Hermann Göringwerke, dem Vorgängerbetrieb der heutigen VOEST Alpine GmbH.

  • 1783 wird Linz zum Bischofssitz.

  • Linz hat sich auch sehr bald einen Namen als Verkehrsknoten gemacht: 1832 erreichte die Pferdeeisenbahn aus Budweis das Stadtgebiet, auf die Mitte des 19. Jhdts. gehen die Anfänge der Donaudampfschifffahrt zurück, sodass bereits im Jahre 1840 der Unternehmer Ignaz Mayer im Hafen von Linz eine Schiffswerft errichten ließ. 1861 wurde Linz an den Gleisstrang der Kaiserin Elisabethbahn angeschlossen, 1888 erfolgte die Inbetriebnahme der Kremstalbahn im Abschnitt zwischen Linz und Klaus.

  • Linz hat sich aber auch als Stadt der Kultur und der Bildung einen Namen gemacht: 1974 wurde das Brucknerhaus eröffnet, 1975 kam es zur Gründung der Johannes Kepler Universität und 2003 öffnete das neuzeitliche Museum "Lentos" seine Pforten. Alljährlich findet in Linz als musikalischer Höhepunkt die "Klangwolke" statt, seit 2008 ist ein neues Musiktheater im Bau und im Jahr 2009 hatte Linz sogar die Ehre, "Kulturhauptstadt Europas" sein zu dürfen.

Das Erscheinungsbild von Linz hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend zum Positiven geändert. Aus der stinkenden, verrauchten Industriestadt von einst ist eine überaus lebens- und liebenswerte städtische Agglomeration geworden. Sukzessive haben sich ganze Stadtteile verändert, sind neu gestaltet oder sogar neu errichtet worden. Das gilt insbesondere auch für den Bereich rund um den modernen Linzer Hauptbahnhof. Seit seiner Fertigstellung im Jahre 2004 sind vor allem die schäbigen Häuserzeilen entlang der alten Bahnhofstraße komplett verschwunden.


Der Bereich rund um den modernen Linzer Hauptbahnhof hat in den letzten Jahren sein architektonisches Aussehen grundlegend verändert. Die alte, verkommene Bahnhofstraße ist komplett verschwunden, an ihrer Stelle wurde das gewaltige Landes-Dienstleistungszentrum errichtet, flankiert von 3 Türmen, dem 63 m hohen "Wissensturm" der Volkshochschule, dem 73 m hohen "Power-Tower" (Verwaltungszentrum der Energie AG) und dem 99 m hohen "Terminal Tower".
Die alte Bundesbahndirektion Linz verschwindet in dieser Nachbarschaft fast vollständig, was aber ohnehin nur in etwa ihrem Bedeutungsgrad innerhalb der Staatsbahn entspricht. In wenigen Jahren wird am Standort des Baukranes hinter ihr das neue Musiktheater eröffnet werden.
Gleich neben dem neuen Linzer Hauptbahnhof befindet sich das Landesdienstleistungszentrum, in welchem die Bevölkerung alle Landesbehörden vorfindet. Vor allem Menschen, die nicht in Linz wohnen, wissen die neue Lage der Landesverwaltung direkt am Hauptbahnhof zu schätzen.

zur Galerie

Der Eingang zum modernen Linzer Hauptbahnhof wird trotz totaler Neugestaltung noch immer von den weitum bekannten Löwen bewacht. Das neue Empfangsgebäude wurde 03.12.2004 eröffnet und ist eine von Licht und Luft durchflutete Orgie aus Stahl, Beton und Glas. Der Bahnhof wurde von den Bahnkunden bereits mehrmals zum schönsten Bahnhof Österreichs gewählt.

zur Galerie

"Unter der ebenen Erd" gibt es auch Leben: Zu erwähnen ist da einmal der Busterminal unter dem Landesdienstleistungszentrum, aber auch die unterirdische Straßenbahnhaltestelle "Hauptbahnhof", an der alle Straßenbahnlinien vorbeikommen. Eine bessere Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs kann es wohl nicht mehr geben!

zur Galerie

Ein kurzer Rundgang durch Linz zeigt uns die verschiedenen Gesichter der Stadt: Linz als Industriestadt ..

zur Galerie

Linz als Einkaufsstadt und Wirtschaftsstandort .

zur Galerie

Linz als Stadt der Kultur, ausgestattet mit einer wunderbaren Altstadt .

zur Galerie

Linz als Brückenstadt am Wasserweg "Donau" (dass die altehrwürdige Eisenbahnbrücke zwischen Linz und Urfahr als Folge mangelnder Erhaltung durch die Bahn und übergebührlicher Inanspruchnahme durch den Autoverkehr etwas schwächelt, sei nur am Rande erwähnt!)

zur Galerie

Linz als Hauptstadt eines wunderbaren Bundeslandes!

zur Galerie

Wer in Linz Hbf. den Zugverkehr beobachten will, ist hier genau richtig, denn am Schnittpunkt von Westbahn, Summerauerbahn und Pyhrnbahn tut sich immer etwas. Dass auch die LILO nach Peuerbach seit der Inbetriebnahme des neuen Linzer Hauptbahnhofes hier ihren Ausgang nimmt, sorgt für zusätzliche Abwechslung.

zur Galerie

Vom modernen, am 21.09.1989 eröffneten Zentralstellwerk, welches sich südöstlich des Bahnhofes befindet, werden u.a. 196 Weichen, 10 Einfahrsignale, 50 Ausfahr- und Zwischensignale, 16 Blocksignale, 32 Schutzsignale und 150 Verschubsignale bedient und so der gesamte Zugverkehr auf 23 Bahnhofgleisen gesteuert. Doch auch "vor Ort" gibt es fleißige Hände, die u. a. dafür sorgen, dass der Lokführer einen klaren Durchblick erhält.

zur Galerie

Nachdem dies der Fall ist, beginnen auch wir unsere Fahrt entlang der Westbahn nach Salzburg.
Gleich nach dem Verlassen des Bahnsteiges folgt der Nahverkehrstunnel Linz, der seit Ende 1984 in Betrieb ist. Über jeweils etwa 300 m lange Rampen wird die notwendige Höhendifferenz überwunden, damit die Züge von Linz Richtung "Pyhrn" durch einen ca. 200 m langen Tunnel kreuzungsfrei auf die richtige Seite wechseln können und den enormen Verkehr auf der "West" nicht behindern.
In diesem Streckenabschnitt befindet sich südlich der "West" die gewaltige Abstellanlage für die gerade nicht im Umlauf befindlichen Züge. Außerdem erfolgen hier die Zufahrten zur Traktion Linz und zum TS Werk Linz, wo all die schönen Tauri zusammengebaut und gewartet werden.

zur Galerie

Kaum sind die letzten Weichen befahren, nimmt der "Transalpin" mächtig Fahrt auf und passiert zunächst die Hst. Obergaumberg, in der nur die Züge der LILO anhalten.

zur Galerie

In diesem Bereich erblicken auch jene Züge, die den Nahverkehrstunnel benützt haben, wieder das Tageslicht und passieren die für sie gültigen Ausfahrsignale. Wenige Meter danach wird seit 2009 emsig gebaut: Die Errichtung einer neuen Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof in die südlich von Linz gelegenen Einkaufszentren steht am Programm. Dafür braucht es neue Brücken und die "West" muss auch gequert werden.
Der "Pyhrn" ist das alles zu blöd, also verabschiedet sie sich in Gaumberg von der "West" und wendet sich nach Süden ab.

zur Galerie

Die "West" und die LILO machen hingegen einen eleganten Schwenk in die entgegengesetzte Himmelsrichtung und passieren die letzten Gebäude auf dem Linzer Stadtgebiet.
Im Bahn-km 191,300 wendet sich auch die LILO von der "West" ab und geht ihre eigenen Wege, denn sie will ja nicht nach Wels und Salzburg sondern nach Eferding und Peuerbach.

zur Galerie

ZURÜCK