Neumarkt - Köstendorf

Bahn-km: 289,139      Seehöhe: 550 m

Copyright: Martin Radner und Heinrich Seitner



Die Ortsgründung von Neumarkt geht auf das Jahr 1240 zurück. Damals war der Salzburger Erzbischof Eberhard II. bestrebt, seine nordöstliche Bistumsgrenze besonders stark zu befestigen. Neumarkt erhielt zahlreiche Privilegien wie etwa das Marktrecht (1386 durch Erzbischof Eberhard II. verliehen), das Mautrecht oder das Schankrecht und entwickelte sich bald zur wirtschaftlichen Drehscheibe im Salzburger Flachgau.
Im Jahre 1604 wurde im Mesnerhaus die erste Schule gegründet.
Die Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich und Paris Lodron bauten Neumarkt im 17. Jahrhundert noch weiter zur Festung und Grenzbastion aus.
Im Jahre 1638 wurde kein Geringerer als der Salzburger Dombaumeister Santino Solari mit der Errichtung eines Schanzwalls beauftragt. Reste dieses Wallbaues sind heute noch im Bereich der Nikolauskirche zu sehen.
1680 wurde in Neumarkt das Landgericht eröffnet.
1879 brannte der Marktflecken in weiten Bereichen total ab.
In jüngerer Geschichte hat sich Neumarkt zu einem wirtschaftlichen und schulischen Zentrum im Salzburger Flachgau entwickelt, was letztendlich im Jahr 2000 zur Stadterhebung geführt hat.



Der Bahnhof ist in den letzten Jahren ziemlich "schlank" geworden. Ein Randbahnsteig und ein Fahrkartenautomat haben den Fahrdienstleiter vor Ort überflüssig werden lassen, die Bahnhofgastronomie wurde in Blech gekleidet und der Zugverkehr spielt sich bis auf einige wenige Waggonbeistellungen auf den 2 Westbahngleisen ab.

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Die Fahrgastzahlen gebieten jedoch allemal, dass in Neumarkt der gesamte Regionalverkehr anhält. Manchmal herrscht ein regelrechtes Gedränge - ein Zug fährt ein, der andere verlässt den Bahnhof Richtung Zielort!

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Hektische Betriebsamkeit im Ortszentrum ist immer ein untrügliches Zeichen florierender Wirtschaft. Dörflich Idylle findet man in Neumarkt selten; da wird man eher in der Nachbargemeinde Köstendorf fündig, was aber nicht weiter schlimm ist, denn schließlich trägt ja auch sie ihren Teil zur Namensgebung des Bahnhaltes bei bzw. liegt der Bahnhof sogar auf ihrem Gemeindegebiet!.
Unweit von Neumarkt lohnen Schloss Sighartstein aus dem 18. Jhdt. und die zugehörige Schlossschenke einen Besuch.

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In einer eleganten Kurve verlässt die "West" den Bf. Neumarkt-Köstendorf und führt uns auf den folgenden Kilometern bis Weng durch einen der schönsten Abschnitte in ihrem Gesamtverlauf. In der Traumlandschaft des Salzburger Flachgaues ist nun wirklich jeder Meter ein absoluter Augenschmaus und man kann nur hoffen, dass sich der Ausbau der "West" zur Hochleistungsstrecke in diesem Bereich noch viele Generationen lang verzögert!

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