Salzburg

Bahn-km: 312,500      Seehöhe: 426 m

Copyright: Martin Radner und Heinrich Seitner



Salzburg, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes zählt rund 120.000 Einwohner und ist mit Sicherheit eine der schönsten Städte der Welt. Einen geschichtlichen Abriss Salzburgs zu schreiben, würde den Rahmen einer solchen Eisenbahndokumentation bei weitem sprengen. Daher lassen wir es bei einem kurzen historischen Memo bewenden:
  • Bereits im 14.Jhdt.v.Chr. wird die Gegend um Salzburg von keltischen Stämmen besiedelt.
  • 41 bis 54 gründen die Römer unter Kaiser Claudius die Ansiedlung "juvavum"
  • Um 700 gründet der Hl. Rupert die Abtei St.Peter.
  • 755 taucht erstmals der Name "Salzpurch" auf.
  • 774 wird der erste Dom geweiht, 778 wird Salzburg in den Rang eines Erzbistums gehoben.
  • 1167 wird die Stadt durch die Truppen des Friedrich Barbarossa verwüstet.
  • Ab 1200 erlangt Salzburg aus dem Bergbau (Salz, Kupfer, Eisen etc.) neue Blüte.
  • Um 1300 wird der zweite Dom vollendet.
  • 1481 wird Salzburg zur Reichsstadt erhoben.
  • Um 1500 wird die Festung Hohensalzburg massiv ausgebaut.
  • 1541 stirbt der berühmte Arzt Paracelsus in Salzburg.
  • Ab 1587 übernehmen eine ganze Reihe berühmter Barockfürsten die Herrschaft, so u.a. die Erzbischöfe Leonhard von Keutschach, Wolf Dietrich, Markus Sittikus und Paris Lodron. Baumeister Fischer von Erlach errichtet unter ihrer Ägide eine Unzahl heute weltberühmter Bauten in der Stadt.
  • 1623 wird die Universität gegründet.
  • 1756 wird Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geboren.
  • 1805 gelangt Salzburg an Österreich, geht 1809 zurück an Bayern und ist seit 1816 endgültig im österreichischen Staatsverband.
  • 1818 erklingt in Salzburg erstmals das Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht".
  • 1842 finden die ersten Salzburger Festspiele statt.
  • 1917 gründen Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt, Franz Schalk und Richard Strauss die "Salzburger Festspielhausgemeinde".
  • 1920 wird der "Jedermann" erstmals aufgeführt.
  • 1925 wird die Salzburger Hofreitschule zum Alten Festspielhaus umgebaut.

  • 1960 wird das nach Plänen von Clemens Holzmeister erbaute Neue Festspielhaus eröffnet.

Salzburg ist heute einer der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte Österreichs, daneben ein riesiger Verkehrsknoten, natürlich nach wie vor (wenngleich etwas elitär und abgehoben) ein Zentrum der Kunst und Kultur und vorallem - eine der schönsten Städte der Welt!


Wenige Meter nach den Einfahrsignalen ist das Ziel unserer Bilderreise erreicht. Bis Mitte 2009 hat die große Halle des Mittelbahnsteiges die Reisenden begrüßt; seit damals wird der Bahnhof allerdings "modernisiert".
Damit ist auch die Zeit, als man sich im mondänen Marmorsaal der Bahnhofreste von den Strapazen der Bahnfahrt erholen konnte, vorbei - der Saal wurde abgetragen und wird in dieser Form wohl nie mehr zur Verfügung stehen.
Ein paar "Impressionen" als Reminiszenz an die erst kurz zurückliegende Ära seien daher an dieser Stelle gestattet. Wie bestellt erinnert dann auch noch ein (in einem ganz anderen Zusammenhang erdachter) Leitspruch an der Front von 1116 147 daran, dass am Ende der Vergangenheit immer die Zukunft beginnt!

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Durch den Abtrag der Gebäude am ehemaligen Mittelbahnsteig hat sich das Antlitz des Salzburger Bahnhofes von der Gleisfeldseite her nachhaltig verändert. An Stelle der alten Bogenhalle (sie soll im Endausbau wieder in den Bahnhof integriert werden) tut sich im Jahr 2010 eine riesige Baugrube auf, in der es vor lauter Aktivitäten nur so wimmelt.
Hinter der altehrwürdigen Fassade des Bahnhofes wird bis 2014 eine vollkommen neue Gleisanlage entstehen. Der Neubau wird Kundenfreundlichkeit, Barrierefreiheit und eine neue Geschäftspassage zwischen den Salzburger Stadtteilen Schallmoos und Elisabeth Vorstadt bieten. Von dieser Passage aus werden Rolltreppen und Lifte zu den Bahnsteigen führen; die heutigen Gleisstutzen wird es dann nicht mehr geben. Kühlung und Beheizung der neuen Anlage wird zu einem Gutteil mit Erdwärme erfolgen.
Derweilen erkennt man freilich nur eine komplizierte Baustellenlogistik, beengte Verkehrsverhältnisse und alle anderen Zutaten, die eben zu einer Großbaustelle gehören.

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Nach dem Verlassen des Empfangsgebäudes steht man auf dem Europaplatz, von wo aus die meisten innerstädtischen und regionalen Buslinien abfahren und man erkennt, welch grandiose Fassade dieser Bahnhof eigentlich hat. Gestandene Eleganz trifft auf gekünstelte Moderne! Zum Glück für das Auge soll die Fassade ja in der derzeitigen Form erhalten bleiben.

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Den Bahnreisenden zieht es nun meist auf kürzestem Wege in die Stadt, denn die hat wahrlich mehr zu bieten als das Bahnhofviertel. Einige Bilder sollen ihr die gebührende Ehre erweisen - ein allumfassendes Bilddokument würde ohnehin zu weit führen.

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Voll getankt mit schönen Impressionen erreicht man wieder den Hauptbahnhof und stellt mit Genugtuung fest, dass wenigstens die potthässlichen Gebäude der ehemaligen Bahnhofpost verschwunden sind.
Wer erinnert sich nicht an diesen elenden Hinterhofanblick, der bei den ankommenden Reisenden meist die schlimmsten Befürchtungen aufkommen ließ. Doch Bagger haben ganze Arbeit geleistet und den Schandfleck entfernt.

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Heute gibt eine wegen ihrer Buntheit gewöhnungsbedürftige Hausfront dem Bahnhof einen recht interessanten Background. Ein Vergleichsbild aus dem Jahre 2004 zeigt die Situation aus derselben Fotoposition. Damals konnte man auf dem legendären Bahnhofsteg sogar noch das gesamte Gleisfeld des Bahnhofes überqueren; derzeit endet der Steg an den Resten des Mittelbahnsteiges.

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Ein weiteres "Muss" ist ein kurzer Abstecher zur großen Salzburger Traktion.

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Auf der anderen Seite des Bahnhofes stößt man inmitten von Ladegleisen auf die Vorheizanlage 011-39 (früher 1042 014). Sie kümmert sich darum, dass die LKW-Fahrer, die die "Rollende Landstraße" ab Salzburg benützen, die Bahnreise nicht in ungeheizten Waggons antreten müssen. Dass die Lok im Jahre 2005 noch im Planeinsatz stand, sei ebenfalls bildlich belegt!

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Bevor wir uns aus Salzburg verabschieden, ist natürlich ein Blick auf den überaus regen Bahnverkehr unvermeidbar. Dabei kommt gelegentlich sogar etwas, für die "West" Nichtalltägliches des Weges!
Ein Rundgang offenbart auch, dass sich unter dem Bf. Salzburg Hbf. ein zweiter Bahnhalt verbirgt. Von ihm aus bringt die Salzburger Lokalbahn AG die Menschen in Richtung Oberndorf, Lamprechtshausen und Trimmelkam.

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